Welcher Sport passt zu mir?

Eine der häufigsten Fragen, die ich bekomme, ist wie genau meine Sportroutine aussieht und was für einem Trainingsplan ich genau folge. Lange konnte ich diese Frage gar nicht beantworten – denn ich hatte keine! Dabei finde ich es heutzutage so wichtig, mein eigenes Ding zu haben, das ich durchziehe, und eine Routine, der ich folgen kann. So kommt es nie dazu, dass ich in meinen Sportsachen im Fitnesscenter stehe und Däumchen drehe, weil ich nicht weiß was ich tun soll (was früher übrigens sehr häufig der Fall war – mein Freund war ständig von meinen Fragen genervt!). Deshalb mein Tipp: Finde eine tolle Sportart (oder zwei!), die dir Spaß macht, in der du aufgehst, und bleib dabei. Das ist eigentlich das goldene Ticket zu einem fitteren Leben und bleibender Motivation. Die Suche danach kann dauern, aber du solltest die Augen offen halten und offen für alles sein – vielleicht ist eine Zumba-Stunde mit peppiger Musik genau dein Ding, oder vielleicht liebst du es dich bei einer Crossfit- bei einem Puls von 170 komplett auszupowern (ich liebe beides). Ich selber habe viele Kurse und viele Trainingsarten getestet, bis ich mein Ding gefunden habe, und heute noch probiere ich immer wieder neue Sachen aus und verliebe mich neu.

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Und auch Fitnesstraining ist nicht gleich Fitnesstraining! Das weiß ich inzwischen sehr gut. Vor 1,5 Jahren habe ich mit einem höchst professionellen Training begonnen (hüstel) – ich habe das ganze Fitnesscenter von vorne nach hinten durchtrainiert und es Ganzkörpertraining genannt. Wenn man 1-2 mal pro Woche ins Fitnesscenter geht, macht ein Ganzkörpertraining sicherlich auch Sinn. Heutzutage bin ich jedoch glücklich das Split-Training für mich entdeckt zu haben. Je nach Häufigkeit des Trainings sollte man den Körper in Muskelgruppen aufteilen, die zusammen trainiert werden. Dann haben diese Muskeln nämlich am nächsten Trainingstag Pause und können sich erholen. Mir selber haben bei meinem Splittraining die Kennzeichnungen an den Geräten sehr geholfen, denn daran sieht man Gott sei Dank immer, welcher Muskel beansprucht wird.

Aber im Fitnesscenter kann man nicht nur an Geräten pumpen! Ich als Frau traue mich auch gerne an die Freihanteln (man muss sich als 1,55m kleine zierliche Frau halt nur an die erstaunten Blicke der 1,90 großen Muskelprotze gewöhnen) und seit einigen Wochen sogar an die Langhanteln! Und dann gibt es natürlich das Training ohne Geräte, komplett mit dem eigenen Körpergewicht. Das baue ich gerne im Sommer ein, denn dann springe ich sieben Minuten lang ohne Ende und das macht einen schönen Bikinibauch 😉 Worauf ich hinaus will – es gibt unendlich Optionen zu trainineren und da wird sicherlich auch etwas für dich dabei sein!

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Ich kann und möchte euch keinen konkreten Sportplan vorgeben, denn das ist etwas ganz individuelles. Jeder sollte etwas finden, das wirklich Spaß macht, denn das hilft dabei zu bleiben. Aber es sollte auch etwas sein, bei dem man sich wirklich weiterentwickeln kann und Erfolge spürt – deshalb würde mir alleine Zumba nie reichen, denn ich möchte schneller und stärker werden und das auch spüren und sehen! Und man sollte sich selber gegenüber fair sein. Ich zum Beispiel wollte ewig mit dem schwimmen anfangen – das strafft richtig, verbraucht viel Energie, man bekommt tolle Arme … aber ich muss ehrlich sein. Mein Ding ist es nicht. Ich habe es einige Male versucht und mich total zu Tode gelangweilt. Tja. Aber ich will mich halt auch zu nichts zwingen, an dem ich keinen Spaß habe, denn ich weiß, dass ich dann sehr schnell mit dem Sport aufhören würde.

Noch ein Tipp zur Suche nach der eigenen Sportart: nimm dir am Sonntag-Abend Zeit und plane die Sporteinheiten der nächsten Woche. Mir selber hilft es, wenn ich mich schon vorher mental darauf vorbereite, was Neues auszuprobieren. Ich gucke mir an, was für Kurse es gibt oder überlege mir einen neuen Trainingsplan und schreibe es dann in deinen Kalender – denn dann gibt’s kein Zurück!

Fotos von Stefan Lindauer

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