Oh-oh, Trainingspause!

Hallo vom Sommerhaus in Finnland. Wie ihr wisst, trainiere ich im Normalfall etwa 5-6 mal die Woche. Ich laufe, ich gehe ins Fitnesscenter. Ich liebe das Gefühl nach dem Training. Ich fühle mich stark, fit, selbstbewusst.

Jetzt bin ich in Finnland an unserem Sommerhaus am See. Nun seit vier Tagen und noch für fünf Tage. Hier gibt es keine Trainingsgeräte und ich habe auch nicht vor Laufen zu gehen. Meine Laufschuhe bleiben schön in meiner Tasche und meine Sporttights trage ich nur, weil sie so bequem sind. Mein Aktivitätstracker zeigt abends einen Stand von 20% an.

Schockiert? Ich nicht.

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Ich liebe mein Training und bin total auf Ergebnisse hinaus. Früher hätte ich deshalb solche Pausen nie einlegen können und hätte hier am Sommerhaus täglich funktionales Training gemacht, um an mein Sportpensum zu kommen. Doch Weihnachten im letzten Jahr war mir die beste Lehre. Ich hatte vor, fast täglich zu trainieren, doch habe es zwischen Weihnachten und Neujahr nur etwa 1-2 mal geschafft. Nach Silvester war ich einige Tage unterwegs, und hatte gar kein Fitnesscenter in meiner Nähe. Was dazu führte, dass ich in etwa zwei Wochen nur zweimal trainiert habe. Es hat mich total gestresst – bis ich Anfang Januar wieder trainieren gegangen bin. Ich begann mein Training mit einem Lauf. Er fühlte sich überhaupt nicht anstrengend an und ich ging mit der Geschwindigkeit höher und höher und höher. Ich lief länger als je zuvor. Danach ging es ans Bizepstraining. Die 6kg fühlten sich nach nichts an – und ich machte meine 3×20 Wiederholungen mit 8kg. Zwei Kilo Unterschied klingen nicht nach viel, aber ich hatte noch nie ganze Sätze mit 8kg geschafft!

Warum erzähle ich euch das? Um deutlich zu machen, dass Sportpausen überhaupt nicht schlimm sind. Seitdem lege ich sie bei stressigen Tagen oder bei so Kurzurlauben wie jetzt total gerne ein. Ich merke, dass meine Muskeln ganz anders regenerieren, als wenn ich nur einen Tag Pause mache, wie sonst. Danach bin ich viel stärker, viel ausdauernder, habe viel mehr Power. Sportpausen sind nichts schlimmes – dann und wann sind sie richtig gut.

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Bilder von Stefan Lindauer

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7 Comments

  1. 01/11/2016 / 22:21

    Solange man es nicht beruflich macht, soll das Training ja auch Spaß machen. Und das Leben auch. Und dazu gehört halt auch mal das man sich einen freien Abend gönnt, mit Freunden ins Kino geht, einfach den Kopf wieder frei bekommt. Danach geht es am nächsten Tag gleich wieder einfacher

  2. Sabrina
    19/10/2016 / 23:30

    Pausen tun jedem gut! An Tagen, an denen ich keine Lust habe, mache ich stattdessen ein bisschen Yoga, was mir dann wiederum hilft mich zu entspannen. Ich bin im ai-fitness und dort gibt es für Tage mit etwas weniger Motivation viele verschieden Kurse zur Auswahl. Manchmal setze ich mich auch einfach nur in die Sauna :)
    Liebe Grüße,
    Sabrina

  3. 26/07/2016 / 09:37

    Toller Beitrag und so wahr! Kann Deine Aussage nur unterstreichen. Zusätzlich soll das Training ja auch entspannen und uns nicht noch gestresster fühlen lassen. :-)

  4. Linda
    08/07/2016 / 11:07

    Huhu liebe Lottie,

    ein sehr interessanter Beitrag! Mir ist Sport auch super wichtig und gibt mir ein gutes und zufriedenes Lebensgefühl. Gleichzeitig mache ich mich aber auch verrückt, wenn ich mal einige Tage nicht zum Sporteln komme. Es ist schwer, sich Pausen einzugestehen oder gar als positiv anzusehen. Dein Beitrag hilft aber dabei! Danke!

    Liebe Grüße
    Linda

  5. 07/07/2016 / 09:57

    Absolut richtige Einstellung! :) Ich brauche das Training nach der Arbeit zum auspowern und es hört sich zwar merkwürdig an, aber es entspannt mich total und danach bin ich oft wie neugeboren. Jeder der mal mit schlechter Laune oder unmotiviert zum Fitness ist weiss, dass es einfach nichts bringt und man an solchen Tagen dann doch mal besser nach Hause fährt und die Regeneration mitnimmt.

    Liebe Grüße
    Bernd – http://www.STYLEandFITNESS.de

  6. 06/07/2016 / 22:21

    Liebe Lottie,
    das ist ein wirklich toller Post! Ich habe mich früher im Urlaub auch manchmal gestresst gefühlt, weil ich nichts gemacht habe. Jetzt mache ich regelmäßig ein paar Tage eine Pause (mal gewollt, mal weil ich es einfach nicht zum Training schaffe). Und was soll ich sagen… Es tut mir immer gut. Je länger die Pause, desto schwieriger wird es natürlich wieder in die Routine zu kommen oder vielleicht seinen Schweinehund zu überwinden. Aber so wie du es machst scheint es perfekt zu sein. Danke für den schönen Post.
    Liebe Grüße,
    Jana Kim

  7. 05/07/2016 / 23:35

    Finde das richtig gut. Man sollte trainieren und sich bewegen weil man Lust dazu hat und nicht weil man sich dazu zwingt bzw. weil es sein muss! Der Spaß und das gute Gefühl dabei gehen ja nicht durch eine Pause verloren!

    Liebste Grüße!