Mein Studium: Digital Media

Oktober bedeutet nicht nur, dass der Sommer nun leider wirklich an sein Ende kommt, sondern auch, dass die Uni wieder losgeht. Für mich ist es vorerst sogar mein letztes Semester. Ich wünschte, ich könnte das mit mehr Enthusiasmus sagen.

Ich dachte ich erzähle euch heute von meinem Studium. Man kann die Geschichte auf zwei verschiedene Arten darstellen. Ich kann euch erzählen, dass ich schon unglaublich vieles gesehen und gelernt habe. Im Bachelor habe ich (vor allem, weil ich an diesen Fächern Spaß habe) Literatur, Linguistik und Kommunikationswissenschaften gehabt. Zudem habe ich dazwischen im Austausch jeweils ein Semester Kreatives Schreiben und ein Semester Politikwissenschaften eingebaut. Ich hatte nicht das spannendste Bachelorstudium, denn statt meiner Karriere, meiner Leidenschaft und auch statt Studentenleben war damals mein Freund meine Priorität und ich habe nur alles darauf gesetzt, möglichst viel bei ihm sein zu können. Im Nachhinein bereue ich es schon ein wenig, um ehrlich zu sein. Als Student sollte man das Beste aus der Zeit machen. Nicht unbedingt all die Parties, denn das ist nicht meine Art. Aber Ausflüge, Unternehmungen, Vereine. Austauschsemester auf der anderen Seite der Welt, statt im Ruhrgebiet. Kurse studieren, die einem am Herzen liegen. Nicht nur möglichst viel Zeit zuhause herumsitzen.

medienkommunikationCommunication StudiesMein Masterstudiengang hat schon etwas mehr damit zu tun, was ich auch einmal beruflich machen möchte. Digital Media Communication heißt er. Als Bloggerin kommuniziere ich durch digitale Medien – bäm! Passt! Nun bin ich trotzdem auch mit meinem Masterstudium nicht wirklich zufrieden. Abgesehen davon, dass viele Kurse einfach sehr sehr theoretisch und trocken sind, habe ich diesmal zu viel anderes neben dem Studium gemacht. Letzten Herbst habe ich nicht nur gebloggt, sondern auch 20 Stunden pro Woche als Social Media Managerin einer führenden finnischen Firma gearbeitet. Dieses Frühjahr habe ich neben dem Studium ein Unternehmen gegründet, und wie viel ich gereist bin, habt ihr ja mitbekommen. Deshalb habe ich dann nur die Minimalanzahl an Kursen gewählt. Und jetzt im Herbst schreibe ich nur noch meine Masterarbeit und dann bin ich auch schon durch.

Aber dieser Post soll aber in keinem Fall deprimierend sein. Denn meine Studienzeit ist nicht so gelaufen, wie ich es mir gewünscht hätte. Und doch ist sie irgendwo auch optimal verlaufen. Ich habe nebenbei schon in drei verschiedenen Firmen im Marketing-Bereich sowie als Redakteurin beim Radio gearbeitet, viel Verantwortung gehabt. Das Studium hat mir die Türen dazu geöffnet. Die perfekte Mischung aus Studium und Arbeitserfahrung hat mich wiederum so viel gelehrt. Ich kann mich ohne zu Zögern Social Media -Expertin nennen. Das Studium hat mir vieles gebracht, auch wenn die Studienzeit mir nicht so viel Spaß gemacht hat, wie ich es gewollt hätte. Aber ich habe ebenso gelernt, dass ich es liebe zu studieren, und deshalb wird der Master nicht das Ende meines Studiums gewesen sein. Ich mache nunmal vieles auf eher unkonventionellem Wege. Diesen Sommer war ich ja ein Semester in London an der University of the Arts, und habe es geliebt. Das war eher meine Art von Studium. Es war unglaublich viel anforderungsreicher, härter und dadurch hat man so unglaublich viel mehr und effektiver gelernt. Und wie ich in meinem letzten Blogpost zu meinen Lebensplänen schon gesagt habe, weiß ich, dass ich noch alle Möglichkeiten der Welt habe und auch mein Traumstudium noch nachholen kann. London, Cambridge, Stanford, Harvard… warum nicht?

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Sooo und nun komme ich auch endlich dazu, euch meinen geliebten Uni-Rucksack vorzustellen. So viele von euch fragen Tag für Tag auf Snapchat und Instagram nach ihm. Er ist von AEP und ich liebe ihn. Letztes Jahr war ich so unglaublich sparsam, dass ich täglich mit Jutebeuteln oder einem hässlichen Werberucksack in der Uni war. Nun habe ich diesen kleinen Liebling, der perfekt zum Radfahren ist, meinen Rücken gut tut, tausend Fächer und Reflektoren hat und einfach nur wunderschön ist! Gerade die verschiedenen Fächer sind für mich Ordnungsfreak besonders wichtig: ein Fach für den Laptop, ein Fach für meinen Schreibblock, ein Fach für meinen Kalender, und kleine Täschchen für Stifte, Portemonnaie und Asthmaspray. Absolut perfekt für mich. So macht die Uni dann doch noch ein ganzes Stück mehr Spaß!


In Kooperation mit Fond of Bags

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3 Comments

  1. 07/10/2016 / 14:04

    So ein toller Post, liebe Lottie! Sei bitte nicht traurig, dass du irgendwas nicht richtig ausgeschöpft hast. Es gibt für jede Entscheidung Gründe und damals hat es sich wohl einfach richtig angefühlt. Du bist so jung und hast schon so viel auf die Beine gestellt und hast schon so oft deine Komfortzone verlassen. Sei stolz auf dich!

  2. Kathi
    03/10/2016 / 11:46

    Du bist noch du jung und kannst das Studentenleben immer noch erleben :) andere fangen in deinem Alter erst an :) meinen Respekt für alles, was du schon geleistet hast! Du bist wirklich eine talentierte, engagierte und vor allem freundliche junge Frau!