Liebe deinen Körper

Gestern habe ich so einen tollen Kommentar auf Instagram bekommen:

Es tut so gut zu sehen, wie wohl du dich in deinem Körper fühlst. Ich werde nie über meine „Problemzonen“ hinweg kommen (mein Gewicht, meine Cellulite, meine breiten Oberschenkel) aber Mädchen wie du sind eine echte Inspiration für mich.

Heutzutage ist es so schwer, seinen eigenen Körper zu akzeptieren. Mit heutzutage meine ich den konstanten Einfluss, den soziale Medien auf uns haben. Überall sehen wir schöne Frauen. Wunderschöne Frauen mit perfekter Hautl, langen und dünnen Beinen und sogar perfekten Augenbrauen. Ich glaube das ist der Grund, warum wir uns so einfach mit dem Kommentar identifizieren können. Es ist nicht einfach sich selber zu akzeptieren. Wir denken, wir sind weniger wert als die anderen. Wir schämen uns in unserer eigenen Haut und denken, dass wir nicht glücklich sein dürfen, wenn wir so aussehen wie jetzt.

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Sogar ich, das Mädchen, dass die Schreiberin so selbstsicher nennt, denke manchmal noch so. Alleine heute Morgen habe ich meine Oberschenkel angestarrt und mich gefragt, ob sie jemals fester sein werden. Oder länger, was sie natürlich niemals sein werden. Fast täglich frage ich mich, ob mein Ex-Freund die längeren Beine seiner neuen Freundin bevorzugt. Sowie all die anderen model-mäßigen Eigenschaften ihres Körpers, die ich alle nicht habe.

Und doch weis ich inzwischen ganz genau, dass es in Wirklichkeit so ziemlich egal ist, wie wir aussehen. So viele von uns sehen nur die negativen Aspekte unseres Körpers. Sogar die Mädels mit perfekten Figuren finden Dinge an ihrem Körper, die ihnen nicht gefallen. Ich habe eine Freundin, die sich ständig über ihre buschigen Augenbrauen beschweren – dabei würde ich alles geben, um ihre Augenbrauen zu haben!

Das Problem besteht in unseren Köpfen. Unser Körperbild ist nicht,was andere in uns sehen. Jeder kann vor dem Spiegel sehen und sich selber sagen: „du bist hässlich, deine Beine sind hässlich, schau nur die Cellulite, guck dir das Fett an deinem Bauch an, die dicken Arme und die schlechte Haut“… Aber andererseits kann auch jeder vorm Spiegel stehen und sich anlächeln. Sich sagen: „du bist gut so wie du bist, es gibt niemanden wie dich!“. Wir sind es, die entscheiden, was wir unserem Spiegelbild sagen. Und ist es nicht unfair, dass unser Körper sich jeden Tag für uns bemüht, uns trägt, für uns arbeitet und schützt, und alles was wir zurückgeben, ist Hass? Warum tun wir das?

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Ich werde deine Freundin sein, mich um dich kümmern und dich jeden Tag lieben.

Das ist, was ich meinen Spiegelbild sage. Mein Kopf ist voller Komplexe, aber ich werde sie nicht mehr herauslassen. Ich vergleiche mich nicht mehr mit anderen (oder zumindest versuche ich es nicht!). Ich vergleiche mich auch nicht mit dem alten Ich. Ich versuche nicht zu denken „Ihre Beine sind so viel länger und gestern waren meine Bauchmuskeln viel sichtbarer.“ Diese Gedanken helfen niemandem weiter. Sie werden mich nicht zu einem besseren Menschen machen, noch werde ich dadurch glücklicher oder gar dünner.

Und dir werden sie auch nicht helfen. Sie werden nichts besser machen. Deshalb liebe was du hast und kümmere dich gut darum. Und das jeden Tag.

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6 Comments

  1. Lisa
    18/12/2016 / 15:38

    Toller Post! :) Und ich liebe diese Schneeflocken hier!

  2. Mei
    09/12/2016 / 16:21

    Man fühlt sich einfach gleich viel besser, wenn man das gelesen hat! 😍😊

  3. 28/11/2016 / 13:14

    Liebe Lottie,

    so ein toller und wichtiger Post! Ich mag auch nicht alle Dinge an meinem Körper und trotzdem versuche ich so gut wie möglich zu ihm zu sein, weil mein Körper ja auch so viel für mich tut! Ausserdem zählt doch der Mensch, der in einem Körper steckt. Was helfen 10cm längere Beine, wenn die Person „oben drauf“ nicht unser Herz berührt oder nicht sympathisch ist?

    Ganz liebe Grüße schickt dir Constanze

    http://www.hausfrauenpsychologie.de

    PS: Ich bin über snapchat auf diesen Artikel aufmerksam geworden 😉

    • Lottie
      29/11/2016 / 16:26

      Oh Constanze! Danke danke danke dir! Das ist SO lieb und du hast SO recht!

  4. 27/11/2016 / 10:29

    Toller Post <3 Ich hab auch lange gebraucht bis ich gelernt habe meine Kartoffelstampfer und Kürbishintern zu akzeptieren <3 Mittlerweile gehe ich spaßig damit um, denn es macht mich halt aus

  5. Linda
    26/11/2016 / 20:30

    Unglaublich wundervoll! Danke für diese Worte. Ich bin noch etwas sprachlos und tief gerührt!!!