Kurz vor dem Halbmarathon

Guten Abend ihr Lieben.

Es ist der letzte Abend vor meinem Halbmarathon und ich liege schon im Bett. Ich habe mich eingecremt, bei Spotify die „Evening Acoustic“-Playlist an (absolut empfehlenswert!) und habe drei Kerzen angezündet, sodass ich richtig schön entspannen kann. Aber wie versprochen erzähle ich euch vorm Schlafen noch wie ich mich auf meinen Halbmarathon vorbereitet habe, um morgen richtig durchzustarten!

Monate + Wochen vorher
Wie ich euch schon gebeichtet hatte, habe ich nicht explizit auf den Halbmarathon hintrainiert, sondern bin einfach in letzter Zeit so viel und so weite Strecken gelaufen, dass ich mich spontan für einen angemeldet habe. Die meisten Halbmarathon-Trainingspläne empfehlen eh keine 20km-Läufe (das musst du nur am Tag selber schaffen!), sondern regelmäßig 8-12, vielleicht mal 15km. Und genau so bin ich gelaufen.

1 Woche vorher
Und was nun die letzten Tage vorm Lauf selber? Also das letzte Mal joggen war ich am Montag, aber das vor allem auch aus Zeitmangel. Man kann sein Training während der letzten Woche auferhalten, aber sollte definitiv nicht zu schnell oder zu weite Strecken laufen, um sich nicht zu sehr auszupowern. Genauso beim Krafttraining. Ich habe am Dienstag und Mittwoch ein bisschen zuhause trainiert, mehr nicht. Aber laut Marathonregeln soll man in der letzten Woche das Training runterschrauben, daher war das richtig so. Außerdem darf man diese Woche die Kohlenhydrate hochschrauben um Energiereserven zu sammeln. Lecker Brot und Kartoffeln 😛

2 Tage vorher
Entspannung, yay! Wegen meiner Rückenschmerzen, die ich schon seit einer Woche hab, war ich am Donnerstag Abend in der Sauna und hab es mir danach im Bett mit Shopping Queen gemütlich gemacht. 😉 Jetzt ist Kräfte sammeln angesagt

1 Tag vorher
Carbs, carbs, carbs! Zum Frühstück Pancakes, zu Mittag Kartoffelpüree und zu Abend drei Scheiben Brot, Bananeneis aus zwei Bananen und eine kleine Schüssel Haferbrei. Leicht verdaulich und schön viele Kohlenhydrate. Erstens muss ich jetzt wirklich Energiereserven für die 21km morgen anlegen, denn Kohlenhydrate werden vor allem zur Energiegewinnung während der letzten Kilometer in den Muskelzellen gespeichert. Außerdem war ich heute noch 1,5h im Fitnesscenter. Ich weiß, man soll sich vorm Lauf nicht auspowern und erst recht keinen Muskelkater hervorrufen, aber es war einfach zu schön nach einer langen Pause. Außerdem habe ich wirklich nur lockeres Ganzkörpertraining gemacht und mich danach auch schön gedehnt, obwohl ich sonst so dehnfaul bin.

Danach war ich fast 1,5 Stunden in der Sauna und habe so richtig entspannt. Vorher hatte ich schon meine Sportuhr aufgeladen, ausgewählt was ich morgen anziehe (altes Longsleeve, tolle bequeme neue Hose von Onzie, liebste Nikes) und schon die Tasche für morgen gepackt (Laufoutfit, bequeme Schuhe für danach, Snacks, Getränk, Kopfhörer) und kann daher den Abend ganz in Ruhe angehen. In der Sauna hab ich eine 1,5 Liter-Flasche Mineralwasser dabei um schon jetzt anzufangen Wasser zu tanken. Damit mache ich morgen früh direkt weiter. :)

Jetzt ist es kurz nach zehn und ich liege eingekuschelt im Bett. Den Schlaf werde ich auch gut brauchen, denn Erholung ist ja immer das A und O. Ich musste leider eine Schmerztabette gegen meine Rückenschmerzen nehmen, hoffe, dass das morgen wieder ok ist. Und ich freue mich jetzt schon aufs Frühstück morgen!

Um es zusammenzufassen: trainier die Woche vorher möglichst wenig, iss möglichst gut, bereite dich möglichst gut vor. Wähle deine Klamotten, pack deine Tasche, dehne dich, mach dir einen schönen Abend. Trink genug und lass es dir gut gehen. Tu alles, was du brauchst, um dich möglichst gut vorbereitet zu fühlen. Ich selber weiß nicht, ob das Dehnen meinen Muskeln wirklich was gebracht hat, aber meinem Gehirn hat es sicherlich geholfen. Und das wird beim Lauf mindestens ebenso entscheidend sein!

Somit wünsche ich euch jetzt eine gute Nacht und hoffe, dass ihr mir alle die Daumen drückt!
Allerliebst,
eure Lottie

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