Joga im Test – hoffnungsloser Fall!

Hallihallo!

Seit Jahren gibt es einen riesigen Sporttrend, der alle Instagram-Feeds, Lifestyle-Zeitschriften und inzwischen auch Fitnesscentren füllt, aber den man zum Glück armer Studenten auch zuhause oder in freier Natur ausführen kann. Diese Sportart macht, fit, gelenkig und glücklich. Und soll so ein toller Ausgleich zum stressigen Alltag sein. Wovon ich spreche? Natürlich von Joga.

Wenn ich ehrlich bin, ist Joga tatsächlich etwas, das ich mir schon hundertmal vorgenommen habe anzufangen und regelmäßig durchzuziehen – und wenn nur einmal in der Woche, aber es soll so gut für einen sein, dass ich das unbedingt tun sollte! Doch bisher habe ich das einfach irgendwie nicht auf die Reihe bekommen. In vielen Zeitschriften wurden zwar immer wieder Positionen und Ausführungen erklärt, aber ich dachte, ohne eine richtige Anleitung bringt mir das nichts. Doch nun habe ich in den letzten paar Wochen gleich dreimal hinbekommen Joga auszuprobieren und zwar auf drei verschiedene Arten! Und hier kommt nun endlich meine Joga-Geschichte:

  1. Ashtanga Joga
    Zusammen mit meiner Schwester habe ich spontan nach unserem Zumba-Kurs an einem Power-Joga-Kurs teilgenommen – in Fachsprache heißt dieser Ashtanga Joga. Power Yoga ist eine Sportart, in der sowohl Körperkraft, Beweglichkeit wie auch Balance und Geist trainiert werden. Was mich total erstaunt hat, war, dass wir die ganze Stunde lang die gleichen Posen und Bewegungsabläufen gemacht haben – immer und immer wieder. Diese waren jetzt nicht wirklich einfach, aber auch nicht groß anstrengend. Hm. Merkwürdig.
  2. Normales Joga, draußen
    Auch an diesem Kurs haben meine Schwester und ich ganz spontan teilgenommen. Es war „International Active Week“ und ein Fitnessstudio hat draußen Kurse für alle angeboten. Meine Schwester und ich sind recht offen, was solche Sachen angeht und wollten natürlich auch Joga ausprobieren. Und wisst ihr was mich total überrascht hat? Es waren einfach exakt die gleichen Bewegungsabläufe wie bei dem anderen Jogakurs bei dem wir waren! Ein paar neue Bewegungen kamen dazu, aber auch diese wurden immer wieder wiederholt. Nochmal  ein nachdenkliches „hhmmm…“
  3.  Joga mit Youtube, alleine auf einem Steg am See
    Nachdem ich krank gewesen war und noch nicht wieder richtig Sport machen konnte, wollte ich dem Joga doch noch eine Chance geben. Ich hatte euch auf Instagram gefragt, und ihr habt mir „Yoga with Adrienne“ empfohlen. Ich habe mit ihrer 30-Tage-Challenge angefangen und diese Bewegungen waren dann tatsächlich anders, als die, die ich bei den Kursen gemacht hatte. Leider aber noch einfacher. Man sitzt im Schneidersitz auf dem Boden und atmet. Man steht im Vierfüßlerstand und atmet. Das Video dauerte 30 Minuten, nach zu vielen Wiederholungen habe ich einfach immer weitergespult und Sachen übersprungen. Die Joga-Session habe ich mit einem kleinen Dehnungsfotoshoot auf dem Steg beendet. Naja, immerhin habe ich Sonne und frische Luft bekommen.

Joga im Test

So, was ist nun mein Fazit zum Thema Joga? Ich will ganz ehrlich sein. Ich hatte gehofft, dass ich es lieben würde. Ich hatte gehofft, dass ich auch zum supergelenkigen, superausgeglichenen Jogaguru werden würde. Aber dafür bin ich dann vielleicht doch ein bisschen zu aufgedreht und übereifrig. Die langsamen Bewegungsabfolgen und die immer und immer wiederkehrenden Posen fand ich einfach langweilig. Ich bewundere jeden, der es schafft, das auf Dauer durchzuziehen, denn ich bin mir sicher, dass grade dieses Langsame und diese Wiederholungen zu der Erholung und Ausgeglichenheit fühlen, denn es ist so anders als unser Alltag, in dem hektisch dieses und jenes passiert! Aber ich bin dann doch leider eher der Typ für flottere Kurse, und für mich sind gemächliche Läufe dann das, was mir die Entspannung bringen.

Aber sind unter euch fleissige Yogis? Bitte erzählt mir doch von euren Erfahrungen! Muss man erst in den Joga-Rythmus reinkommen (wie beim Laufen), bevor man anfängt ihn zu genießen, oder bin ich tatsächlich ein hoffnungsloser Fall? Habt ihr das Gefühl, dass es euch durch das Joga besser geht und macht ihr es alleine oder in einem Kurs? Ich will alles wissen!

Allerliebste Grüße von eurem (leider) Nicht-Yogi,
Lottie

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13 Comments

  1. 22/10/2015 / 20:45

    Also ich liebe liebe liebe Yoga <3 Schon von Anfang an. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich es nie als "langatmig" empfunden habe. Vielleicht habe ich auch einfach gute Videos erwischt – ich bin sowieso nach ein paar Wochen auf mein eigenes Training umgestiegen 😀 Machen, worauf ich Lust habe, und was meinem Körper guttut.
    Yoga ist aber nicht für jeden gemacht. Wenn es nicht sein soll, dann soll es eben nicht sein :) Aber vielleicht macht es ja doch noch Klick bei dir. Einfach drauf einlassen – vielleicht auch sämtliche Erwartungen fallen lassen.

    • 22/10/2015 / 22:38

      Oooh das ist aber interessant zu hören! Ja ich glaube ich muss nochmal nach anderen Videos suchen – welche hast du denn am Anfang geschaut, was würdest du mir empfehlen? Ich würde dem Joga gerne noch eine Chance geben!

  2. 21/10/2015 / 21:28

    bei Joga ist es wichtig es nicht als Sport zu sehen sondern als Entspannung, Heilung und Geisteserweiterung 😀 dafür muss man schlicht und einfach offen sein 😀 und einen guten Jogi haben, der einen in die Welt des Jogas einführt 😀

    • 21/10/2015 / 21:33

      Oooh das könnte tatsächlich stimmen! Ich hab es wirklich versucht als Sport zu sehen, hmm. Vielleicht sollte ich so einen Kurs nochmal an einem Abend versuchen als Ausklang für den Tag? Mal sehen!

  3. mighty
    21/10/2015 / 09:51

    Hi Lotto,
    Mit dem Yoga ging es mir genau so. Ist mir generell einfach zu lang & es passiert zu wenig. Oder vermutlich bin ich einfach nur zu hibbelig 😁. Ich habe jedenfalls Body Balance für mich entdeckt & war nach anfänglicher Skepsis dann auch total überrascht als es mich doch gekriegt hat. Body Balance ist ein Les Mills Kurs (die ich ja generell liebe 💖) – eine Kombi aus Yoga, Thai Chi & Pilates. Nachdem ich mich drauf eingelassen habe ist es jetzt der Kurs, der mich zentriert & erdet & mittlerweile genau wie Laufen & Hanteltraining zu meinem Sportprogramm gehört.
    BTW: wirklich ein schöner Blog =)

    Liebe Grüße
    mighty

    • 21/10/2015 / 12:38

      Hallo Mighty,
      danke erstmal für die netten Komplimente (und ich glaube das Lotto war ein Tippfehler, oder? 😀 )
      Also ich bin definitiv zu hibbelig für Joga – das war eigentlich der Grund, warum ich Power Joga ausprobiert habe, aber auch das hat nichts gebracht, blöd. Aber ich gebe ihm immer wieder gerne eine neue Chance, also vielleicht sollte ich deinen Kurs mal ausprobieren, wenn ich ihn finde! Danke für die Inspiration!

  4. 20/10/2015 / 22:55

    Hallo Lisa! Echt, dir ging es genauso? Hast du es dann einfach weiter durchgezogen oder wie hast du das geschafft? SUP Joga klingt soooo toll, war dieses Jahr zum ersten Mal SUP-Boarden und das hat einfach so viel Spaß gemacht! Und den Link schau ich mir mal an, die 30-60 min waren mir einfach wirklich viel zu lang.
    Oh und danke für das Kompliment <3

    • Lisa
      21/10/2015 / 09:49

      Hey :) Erstmal hab ich dann nur auf dem SUP Board weitergemacht und als dann der Kurs vorbei war, hab ich gemerkt das mir Yoga richtig fehlt und hab nach einer guten Möglichkeit für Zuhause gesucht. Zuerst bin ich natürlich auch bei YouTube Videos gelandet aber da war für mich einfach nicht das richtige dabei ^^ Clare hab ich dann bei Instagram entdeckt und sie war mir sofort sympathisch :) Als sie dann ihr erstes eigenes E-Book rausgebracht hat, hab ich’s gleich gekauft…. Und es ist toll! Es gibt für jeden Tag eine kurze Abfolge (ca 25 Minuten) mit anschließenden Dehnübungen. Ziel ist es in dem Fall flexibler zu werden – deinen Fortschritt beobachtest du an bestimmten Flexi-Fit Posen :) Dieser Guide ist auf 12 Wochen ausgelegt aber ich machs einfach als Ausgleich zum Krafttraining und Laufen.

      ♡♡♡

      • 21/10/2015 / 12:37

        Das klingt so toll! Genau das war mein Wunsch beim Joga! Vielleicht sollte ich ihm dann echt noch mal eine Chance geben!

  5. Lisa
    20/10/2015 / 19:51

    Hey ☺
    Mir ist es anfangs auch so gegangen aber jetzt liebe ich Yoga! Ich kann dir SUP Board Yoga im Sommer empfehlen, das ist ein bisschen spannender 😉 Und für Zuhause den Flexi-Fit Guide von Clare Baumann (selftaughtyogis.com) – kurze Yoga Sequenzen und Super Dehnübungen 👍
    Dein Blog ist übrigens toll! ❤

    Liebe Grüße
    Lisa (@lisa_getsfit_austria)