Der Mama Gutes tun

Wir arbeiten jeden Tag. Tag für Tag für Tag. Häufig stehe ich morgens auf und habe überhaupt keine Lust meinen Laptop zu öffnen, aber dann nehme ich mir noch eine Tasse Kaffee und mache es doch. Häufig ziehen sich die Arbeitstage, werden weit länger als acht Stunden. Zumindest gefühlt. Das wird jeder kennen. Wir verbringen die größte Zeit unseres Lebens mit Arbeit, oder? So ungefähr ist es doch? Und es gibt sicherlich Tage, an denen man das Gefühl hat, dass es das gar nicht wert ist und an denen man sich fragt, warum man diesen Mist (sorry!) weitermachen muss.

Das Gefühl wird etwas besser, wenn am Monatsende das Gehalt kommt und man sich mit dem selbst verdienten Geld etwas gönnen kann. Eine Handtasche, eine hübsche Jacke, vielleicht sogar eine Wohnung. Dann merkt man, dass die Arbeit sich doch lohnt. Aber ich hatte vorletztes Wochenende ein noch viel besseres Erlebnis. Ich konnte nicht nur mir selber etwas Gutes tun, sondern ich konnte das teilen. Ich habe meine Mama eingeladen, mit mir nach Leipzig zu kommen. Der Blogpost kommt etwas spät, aber Mama und ich haben gestern darüber geredet und ich wollte meine Gefühle mit euch teilen.

Dass wir ein absolut wundervolles Wochenende mit super vielen tollen Erlebnissen hatten, wisst ihr ja schon seit diesem Reisepost. Aber hab ich erwähnt, dass es meine allererste Reise mit meiner Mama war? Soweit ich mich erinnere, haben wir seit einer Buchmesse vor drei Jahren noch nie etwas zu zweit gemacht. Und oft sehen wir uns auch nicht. Dieses Jahr haben wir so weit auseinander gewohnt, dass wir uns seit dem 1.1. erst 12 Tage gesehen haben (ich habe gezählt!) und dabei sind wir inzwischen schon im November!

Aber darum geht es gar nicht. Es geht um dieses tolle Gefühl, das ich vorletztes Wochenende hatte. Beziehungsweise schon in dem Moment, als ich meine Mama eingeladen habe, ein Wochenende mit mir zu verreisen. Nachdem ich 18 Jahre alles von meinen Eltern bekommen habe, und sie auch in den letzten fünf Jahren fast immer für mich da waren, war es wunderschön etwas zurückgeben zu können. Und dabei zu wissen, das habe ich mir selber erarbeitet. So weit bin ich gekommen, dass nun ich mit dem Verwöhnen dran bin. Das war ein Moment, an dem mir mehr als je zuvor deutlich wurde, warum es sich lohnt jeden Tag alles zu geben. Zu arbeiten. Weiter zu machen. Erst kann man selber leben, dann kann man sich was gönnen, und dann kann man es sogar teilen.

Was die Reise noch cooler gemacht hat, ist wie ähnlich meine Mama und ich uns sind. Wir lieben und genießen die gleichen Sachen. Drei Tage mit unzähligen Sehenswürdigkeiten, joggen gehen, Spezialitäten testen, Konzerte und und und … vielen anderen wäre das vielleicht zu viel gewesen, aber Mama und ich haben begeistert noch einen Reiseführer gekauft, haben im Restaurant drei Sorten Handbrot, Suppe UND Kuchen bestellt- ich meine, wir durften doch nichts verpassen! Im Disney-Konzert haben wir abwechselnd mit unseren Handys gefilmt und darüber geflüstert, dass Herkules der erste Film war, den ich mit 4 im Kino gesehen habe und dass Papa immer bei Tarzan-Liedern im Auto mitgesungen hat. Und beim Frühstück haben wir jeder etwas anderes genommen, da wir ja sowieso beieinander probieren würden. Wir hatten einen riesigen Spaß und es war ein wundervolles Gefühl zu wissen, dass dieser Spaß diesmal tatsächlich komplett mir zu verdanken war.

Wie seht ihr das? Was motiviert euch zu arbeiten? Jeden Tag weiterzumachen? Und habt ihr euren Eltern schon einmal etwas zurückgegeben? Egal wie klein es ist – ich will hören, was ihr gemacht habt!

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2 Comments

  1. 20/11/2016 / 22:47

    Ww, was für ein schöner Blogpost😍 Ich finde es toll wenn man seinen Eltern etwas zurückgeben kann! Schließlich sorgen sie (immer) für uns und verduchen das Brste zu machen und es ist, meiner Meinung nach, auch ein einzugartiges Gefühl wenn man seinenEltern etwas zurückgeben kann!

    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend,
    Iris von http://www.irilicious.wordpress.com

  2. meet-laura
    20/11/2016 / 18:47

    Oh wie schön dieser Beitrag ist! Ich finde es toll, was ihr für eine Beziehung zueinander habt und wie ähnlich ihr euch in so vielem seid.
    Man hat schon auf Snapchat gemerkt, dass ihr eine super Zeit gemeinsam hattet.

    Viele Grüße und hab noch einen schönen Sonntag Abend!
    Laura
    http://www.meet-laura.com