Tag der Gefühle – Berlin Marathon 2016

Jubeln. Schreien. Applaus. Bands spielen. Cheerleader tanzen. Trommeln schlagen. Omas klatschen mit Fächern. Aufgeregte Kinder schmeißen Konfetti. Namen werden geschrien. Eine unglaubliche Aufregung liegt in der Luft. Und dazwischen die Läufer. Ganze 40.000 Menschen, die an diesem Tag die 42 Kilometer erklimmen. Die Atmosphäre ist kaum in Worte zu fassen.

Ich bin selber vier Halbmarathons gelaufen und habe es immer geliebt, angefeuert zu werden. Noch nie habe ich jedoch selber am Straßenrand gestanden und andere Läufer bejubelt. Und ich hätte nie damit gerechnet, dass auch das so aufregend sein könnte! Ein Tag der Gefühle, mindestens so sehr, wie wenn man selber läuft!

Diana und ich hatten nämlich die Ehre in der Friends & Family Zone des Holiday Inn stehen und die Marathoner anfeuern zu dürfen. Es war einfach das perfekte Wochenende. Wir sind am Samstag-Abend im Holiday Inn am Alexanderplatz herzlich willkommen worden, haben es uns dort gemütlich gemacht, bei der Pasta-Party mit den Läufern schön Kohlenhydrate angesammelt und dann die Beine hochgelegt für den kommenden Tag… ohne selber laufen zu müssen, upsi! Für die Läufer wäre das tatsächlich die perfekte Marathon-Vorbereitung. Aber Holiday Inn ist mit seinen sieben Hotels in Berlin ja schon zum dritten Mal offizieller Partner des Berlin Marathons, also hatte ich es mir genauso vorgestellt. Ebenso perfekt war auch das Frühstück am nächsten Morgen. Zum Glück ist ja auch Jubeln nicht ganz ohne, also haben wir uns so richtig am Buffet die Bäuche voll geschlagen.. 😉

holidayinnalexanderplatzholidayinnbreakfastDie Holiday Inn Cheering Zone war bei Kilometer 35, wo der richtig harte Teil der Strecke losgeht. Diana und ich hatten ausgerechnet, dass die ersten Läufer dort allerfrühestens in 1,5 Stunden ankommen könnten. Und als der erste Läufer an uns vorbeiflitzte (Fun Fact: sein Pacer gab genau bei uns auf. Erst wunderte ich mich, warum er nicht bis ins Ziel mitlief, bis mir klar wurde, dass dann ja er Marathongewinner wäre, und nicht der eigentliche Läufer!), drehte ich komplett am Rad. Es war Wilson Kipsang, der Kenianische Marathonweltrekordhalter, den ich dank Adidas am Tag zuvor persönlich getroffen hatte! In dem Moment stieg die Aufregung bei mir ins Unendliche. Ich denke, ihr habt mich auf Snapchat quietschen gehört? 😀 (PS. Er wurde diesmal leider Zweiter und hat seinen Weltrekord nicht geknackt!)

Diana und ich drückten aber vor allem die Däumchen für unsere Bloggerkollegen Flo, Lars und Maren. Perfekt dafür war die SCC-App, mit der man mitverfolgen konnte, wo die Lieblingsläufer gerade liefen. Soooo spannend! Mein absoluter Tipp für alle Marathon-Fans, so verpasst man seine Lieblingsläufer nämlich definitiv nicht. Was die Stimmung des Tages am besten zusammengefasst hat, war als Flo bei uns anhielt, um seine Freundin Carina zu küssen. So richtig leidenschaftlich und verliebt. Da war ihm die verlorene Zeit egal. Das war die perfekte Verbildlichung aller Gefühle, die man bei dem Marathon durchlebt hat. Hach ja…

flooorrriiiberlinmarathon2016lottieslifeWobei, das stärkste Gefühl bei mir fehlt noch! Die UNGLAUBLICHE Lust mitzulaufen. Das war eigentlich das schlimmste! Das Jubeln war wundervoll – aber ich wollte bejubelt werden! Ich wollte dabei sein, dazu gehören. Schon beim Frühstücken im Hotel wollte ich auch in Laufsachen dort sitzen. Nach dem Lauf wollte ich auf mein gemütliches Zimmer und die Beine hochlegen. Aber der Tag hat mich so unglaublich motiviert. Beim nächsten Lauf stehe ich nicht am Rand. Beim nächsten bin ich dabei! Wobei das bei mir eher ein Halbmarathon wird. Die Erste-Hilfe/Massagestation bei Kilometer 36 machte mir dann doch etwas Angst. Und die unglaublich schnellen Läufer, die plötzlich mit Krämpfen am Straßenrand lagen. Es tat mir im Herzen weh und ich wünschte, ich hätte Wasser, Magnesium und Bananen bei mir gehabt und hätte bei jedem gute Fee spielen können…

Aber 35.827 Läufer kamen insgesamt ins Ziel und ich habe mich wirklich mit jedem davon gefreut. Natürlich aber vor allem für meine drei Lieblingsläufer. Und um euch nicht nur die Stimmung von außerhalb zu vermitteln hab ich mir nach dem Lauf kurz Lars und Flo geschnappt und sie nach einem Statement gefragt.

RunwithLars

Lars von runwithlars.deDas schlimmste beim Marathon? „The Wall“! Sie hat mich auch diesmal ganz schön getroffen. Ab Kilometer 27 wollte erst der Kopf aufgeben, dann die Beine. Aber da fängt Marathon ja erst an. Sich selbst zu überwinden, wenn es hart wird. Und die vielen bekannten und noch mehr unbekannten Gesichter haben wieder für Party, Gänsehautstimmung und Pipi in den Augen gesorgt. Die Medaille dann im Ziel um den Hals gelegt zu bekommen und zu wissen, dass man diese verdammten 42.195 Meter besiegt hat, das macht es alles wert!

Florian von flooorrriii.deAb 32km wurde es richtig hart. Ich hatte immer wieder „Muskelzwicken“, der Muskel fühlte sich steif an – ich wusste nicht ob er „halten“ würde, ohne das ich mich verletze. :( Dazu kamen noch Magenprobleme. Aber das Durchhalten und die ganze harte Arbeit der letzten Monate wurden mit dem Zieleinlauf belohnt. Die Stimmung, wenn wildfremde Menschen dich anfeuern, war ein überwältigendes Gefühlt! Ich würde es immer wieder machen!


In Zusammenarbeit mit Holiday Inn

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8 Comments

  1. florianliebig
    16/10/2016 / 21:07

    Ein toller Blog-Artikel und noch einmal vielen Dank für DAS tolle Foto, Danke!

    Ganz liebe Grüße,
    Flo

  2. Friederike
    01/10/2016 / 15:13

    Was für ein toller blogpost😄Dank dir freue ich mich Grade total auf den Köln marathon morgen☺ Ich lauf zwar nur von der schule aus in einer Staffel mit, aber dafür kann ich danach die anderen anfeuern😍

  3. Véro
    30/09/2016 / 20:12

    Lottie, da bekomme ich beim lesen ja schon lust auf den Halbmarathon nächstes Jahr!! Das wird sui :-)

    • 30/09/2016 / 20:30

      Ich freue mich auch schon riiieeeesiiiig! Und auf dich sowieso!

  4. 30/09/2016 / 19:14

    Wie immer ein toller Blogpost😊 das macht richtig Lust im nächsten Jahr auch nach Berlin zu fahren und die Marathonläufer anzufeuern😊 mein Ziel ist es aber dadurch jetzt einmal einen Halbmarathon zu laufen😊

    • 30/09/2016 / 20:33

      Oh Jassy, ich muss dir einmal sagen, wie sehr ich mich immer über deine Kommentare freue! So so so so so lieb! Ich muss mir demnächst mal etwas Mühe geben, sie auch alle zu beantworten. Bist du denn schon einen Halbmarathon gelaufen? Es ist nämlich einfach unglaublich – sowohl als Läufer, als auch als Zuschauer wie ich ja jetzt weiß!

      • 30/09/2016 / 23:37

        Liebe Lottie, ich freue mich auch immer sehr deine neuen Beiträge zu lesen, weil ich deinen Schreibstil total mag und deine Erzählungen immer so lebendig wirken😊
        Nein, ich bin bisher noch keinen Halbmarathon gelaufen, habe auch dieses Jahr erst wieder mit dem Laufen angefangen. Aber so den Marathon jetzt zu verfolgen über deinen und Marens Snapchataccount hat mich total motiviert, das auch mal zu versuchen. Ich habe mir allerdings noch keine Gedanken gemacht, ob ich das direkt nächstes Jahr in Angriff nehme. Ich lasse das mal auf mich zukommen😁